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Donnerstag, 03. April 2014
Geschnitzte Blumenmotive
3. - 6. April 2014

Kerbschnitt I - III
3. - 6. April 2014

Freitag, 04. April 2014
Montag, 07. April 2014
Patchwork und Quiltwoche
7. - 12.April 2014

Dienstag, 08. April 2014
Schärfen von Schneidwerkzeugen
8. - 9. April 2014

Donnerstag, 10. April 2014
Geschnitzte Uhren
10. - 13. April 2014

Freitag, 11. April 2014
Malen auf Holz oder Stoff
11. - 13. April 2014

Samstag, 12. April 2014
Naturkosmetik selbst gemacht
12 - 13. April 2014

Montag, 14. April 2014
Freitag, 25. April 2014
Glasurtechniken
25. - 27. April 2014


Botanische Malerei
25. - 26. April 2014

Samstag, 26. April 2014
Geld verdienen

STIFT SCHLIERBACH

 

 

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GLASMALEREI

 

Wir setzen Ihre Wünsche im Hinblick auf Ästhetik, Spiritualität und Funktionalität in Glas um. Die Margret Bilger Galerie zeigt Bilder von ...  >>> mehr

 

Ausstellungen Magret-Bilger-Galerie:
aktuell: "ERLÖSUNG" Bilder zur Meditation von Maria Gruber| Archiv

 

Mutter

ROBERT OLTAY

 

21.März - 16.Juni 2013

Margret Bilger-Galerie, Schlierbach  

 

Die Aura der Margret Bilger-Galerie des Zisterzienserstiftes Schlierbach nützte Robert Oltay, um vor Ort seit 22. Jänner 2013 die Ausstellung „Mutter“ als Artist in Residence zu erarbeiten. Dieses für ihn wichtige Projekt hat schon 2011 in Malo/Vicenza in Italien seinen Anfang genommen. Damals entstand „Die Malorolle – Atem – außer Atem – auf der Flucht“. Sie behandelt die Menschwerdung – Anfang und Ende sowie Fragen nach dem Sinn, die mit Momenten der Gegenwart, Vergangenheit und Vorvergangenheit verschmelzen. Die Entstehung/Geburt einer Ausstellung wird zum tragenden Element dieser Präsentation. Sie ist sehr persönlich und geht stark von autobiographischen Elementen aus, soll am Ende auch  als Resultat für die Bedeutung der Mütter im Allgemeinen stehen. Es handelt sich um keine klassische Bildausstellung – Sie sehen eine Visualisierung eines installativen Prozesses. Voran steht ein Zitat von János Neumann, der das Getriebensein, die Atemlosigkeit und die Einsamkeit der Ungarn beschreibt. Die „Malorolle“ wird in ihrer ganzen Länge präsentiert. So kann man die zehn Kapitel mit ihren Übergängen auf einmal betrachten. Flankiert wird diese Geschichte mit einer Installation der „Himmelsleiter“, welche als Symbol für den „Weg der Mütter“ dienen soll, ohne deren Entbehrungen es den Menschen nicht gäbe. Die Holzstiege ist ein authentisches Artefakt, balsamiert mit Gipsbinden, wie eine Wunde. „Es ist die Stiege, von der meine Mutter ihren ersten großen Sturz erlebte. Er mündete in der Fraktur der Wirbelsäule; der Anfang von noch vielen weiteren Brüchen – Lebensweg und Leidensweg.“  Die Luke in der Decke wurde rekonstruiert, um mit der gedachten Verlängerung der Leiter ans Universum andocken zu können. Das Transluzente der Wände wird durch den Einsatz transparenter Materialien in das Konzept mit einbezogen. 

 

Die  Recherche zur Entstehung der "Malorolle" wird rekonstruiert. Den Anfang nimmt die Geschichte an der rechten Wand, baut sich auf über die Flucht aus der Heimat in die Neue Welt und die Rückkehr nach Europa, geht in die Geburt und das darauf folgende erste Bad über. Das Wachsen wird durch die „Muttererde“ auf Folien und den Schichtenbildern veranschaulicht. Verse folgen. Friese von Atemlosen – es handelt sich um Pausen des Großen Bildes an der Stirnwand „Schwimmer in der Luft - Mutter - Himmelsstiege“ – ziehen entlang der Seitenwände. Mehrere Bildebenen werden komprimiert dargestellt: teils umgedreht, als ob man das Bild von der Rückseite betrachtete, wird vorne hinten, links wird rechts und umgekehrt. Gewisse Bildelemente wie Fotos kehren verändert bzw. bearbeitet zurück – wie Fundstücke einer frühen Erinnerung. Der Kreislauf geht gegen den Uhrzeigersinn zur „Staffelübergabe“ über, Abschied nehmend, über das Leben bilanzierend… bis zur endgültigen Trennung von Materiellem und Geistigem.   Durch die Montage der Exponate werden die gegenüberliegenden Glasflächen von ca. 17 m Länge und 3 Metern Höhe zu einem Gesamtbildträger. Es entsteht ein neues Buch – eine neue Rolle, ein neues Werk – ein Gedanke schließt an den nächsten. Drei in dieser Periode entstandene Glasobjekte stehen im Kontext zur Mitte – „Himmel und Erde“, „Ihre Schmerzen, meine Schmerzen“ und die „Himmelsstiege – Mutter“. Mit der Brüchigkeit des Materials soll auf die Fragilität meiner Mutter Knochen einerseits, andererseits auf jene unserer Welt hingewiesen werden. Bestehendes und im Stift Schlierbach Entstandenes sollen zu einem Ganzen, einer Partitur, verschmelzen.   Es ist wie Malen. Neue Zusammenhänge werden erschlossen. Der Raum wird zu einem begehbaren Werk.

 

Robert Oltay, Jahrgang 1961, Geburt in Aachen, lebte in Deutschland, den Niederlanden und hat seit 1975 in Linz a. d. Donau seinen Lebensmittelpunkt. Hier absolvierte er sein Studium an der Hochschule für Künstlerische und Industrielle Gestaltung. Oltay lebt und arbeitet als Künstler freischaffend.   Kontakt: 4020 Linz, Eisenhandstr. 10, +43 (0)699 10432890

 

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