13 Gedanken


… über das Stift Schlierbach –
und sein Leitsatz.

 


  • Suchender im Leben

  • Als Suchender ist der Mensch unterwegs im Leben. Lebensformen helfen,auf dieser Suche eine Richtung zu finden. Der Hl Benedikt versteht das Kloster als ‘Schule des Herrendienstes’ und bietet damit eine solche Lebensform.


  • Wachsen und reifen

  • Im Rhythmus des Tagesverlaufs, im Gebet, in der Arbeit, im Hören auf das Wort Gottes, findet der Mönch in der Gemeinschaft von Brüdern einen Ort,wo er in seiner Persönlichkeit wachsen und reifen kann, die Gottsuche beispielhaft leben und zu einem Zeichen für Gottes Gegenwart in der Welt werden kann.


  • 1355 bis 1620

  • Das Kloster Schlierbach ist seit 1355 ein solcher Ort. Waren es zunächst 200 Jahre lang Zisterzienserinnen, die in der ihnen überlassenen Burg zu Schlierbach lebten, kamen 1620 Mönche, die diese alte Gottesstätte wieder besiedelten und bald neu bauten.


  • Seelsorge in 9 Pfarren

  • Mit dieser Neugründung wurde als wichtigsten Aufgabengebiet die Seelsorge festgesetzt. Den Mönchen wurden die beiden Pfarren Kirchdorf und Wartberg übergeben. Heute gehören zum Kloster 9 Pfarren mit ca. 18.000 Katholiken (inkl. Spital / Pyhrn). Viele der Seelsorger leben in ihren Pfarren und haben auch Aufgaben im Kloster.


  • Unsere Pfarren von Norden nach Süden:

  • Wartberg, Nußbach, Schlierbach, Kirchdorf, Heiligenkreuz, Steinbach am Ziehberg, Micheldorf, Klaus, Steyrling, und als Aushilfe in der Diözese: Spital am Pyhrn und Leonstein.


  • Wirtschaftliche Betriebe

  • Wald und Grundbesitz bilden die wirtschaftlichen Grundlagen. Auch die beiden Wirtschaftsbetriebe, die Käserei und die Glasmalerei arbeiten für das Kloster. Ebenso wichtig sind die Gehälter, die die Mitbrüder in unterschiedlichen Dienstverhältnissen (als Pfarrer, Lehrer, Pensionisten, in Betrieben) für ihre Arbeit bekommen und der ‘vita communis’ zuführen.


  • Abt Alois Wiesinger

  • Neue Strahlkraft verlieh dem Kloster in besonderer Weise Abt Alois Wiesinger (1917-1955) und gab ihm eine neue Ausrichtung. Auf ihn gehen zurück: das Gymnasium, die Mission in Brasilien und die landwirtschaftliche Fachschule.


  • Das Gymnasium

  • Das Gymnasium wurde im Jahr 1925 als Internatsschule für Buben gegründet. Heute hat diese Schule etwa 500 Schülerinnen und Schüler. Sie will auf dem Fundament eines bewusst christlichen Menschenbildes junge Menschen zu mündigen Christen und Bürgern formen und ihnen das Rüstzeug für ein erfolgreiches Studium und eine sinnvolle Lebensgestaltung geben.


  • Mission in Brasilien

  • Abt Alois gründete das Kloster Jequitibà im Bundesstaat Bahia, einer der ärmsten Regionen dieses Landes. Eine Schar von Schlierbacher Patres und Brüdern haben dort Jahrzehnte gewirkt. Das Kloster ist seit 1950 selbstständig, zwei österr. Mitbrüder leben noch dort. Wichtige Aufgaben des Klosters sind Seelsorge, Bildung und der Einsatz für Gerechtigkeit. Das Schlierbacher Missionswerk ist eine unentbehrliche finanzielle Unterstützung dieses Klosters.


  • Fachschule für Landwirtschaft

  • Die landwirtschaftliche Fachschule war bis 1980 im Kloster untergebracht, gegründet wurde sie 1920.


  • Bildungszentrum

  • Das Bildungszentrum ist ein eher jüngerer Bereich, der die alten Gemäuer des Meierhofes nutzt für ‘Kreatives hinter Kostermauern’. Dieses Angebot ermöglichte den Ausbau von Gästezimmern, die für die Kursteilnehmer, aber auch für Gäste des Klosters offen stehen.


  • Leben im Kloster

  • Die Klostergemeinschaft der Mönche von Schlierbach umfasst an die dreißig Mitbrüder, davon sind einige als Novizen und einfache Professen in Ausbildung. Etwa 10 Mönche leben außerhalb des Klosters in ihren Pfarren. Das Leben im Kloster ist durch die Gebetszeiten in einem klaren Rhythmus strukturiert: 6.00 / Vigilien, Laudes,Messe; 11.45 / Mittagshore; 18.00 / Vesper, Abendessen, geistliche Lesung und Komplet.


  • Heute wie damals

  • Eine bewegte Geschichte durch die Jahrhunderte ließ die Gemeinschaft von Schlierbach nie ihren Leitgedanken und ihre wichtigste Aufgabe vergessen:



    Durch die Glaubwürdigkeit des eigenen Lebens
    und die Ehrlichkeit der Gottsuche ein religiöser Lichtpunkt für die Menschen zu sein.